Regenborgenportal informiert zu rechtlichen Bedingungen in Regenbogenfamilien

Auf dem Regenbogenportal gibt es nun auch eine Übersicht zu rechtlichen Rahmenbedingungen in Regenbogenfamilien. (Link)

Das Wichtigste haben wir zusammengefasst:

  • Regenbogenfamilie ist ein Sammelbegriff für Konstellationen, in denen Kinder mit gleichgeschlechtlichen Elternteilen, oder nicht (ausschließlich) cis-geschlechtlichen Elternteilen aufwachsen
  • Während Konstellationen, in denen zwei Personen, die gebären können mit Kindern leben wollen, oft mithilfe von Samenspende zum Elternglück kommen, wählen Konstellationen in denen Personen nicht schwanger werden können oft die Pflegeelternschaft
  • Adoptionen gibt es bisher selten, und meist nur aus dem Ausland. Auch wenn sie rein rechtlich erlaubt sind, bevorzugen viele Kommunen weiterhin traditionelle Familienmodelle
  • Viele Eltern involvieren inzwischen auch mehr Menschen als ausschließlich diejenigen, mit denen sie in (einer) romantischen Beziehung(en) sind, und übertragen Verantwortung für die Kinder auf andere Erwachsene, welche teilweise auch in den Zeugungsprozess involviert waren
  • Das Recht auf Eheschließung ermöglicht gleichgeschlechtlichen Paaren inzwischen (zumindest rechtlich) auch die Adoption
  • Die Anerkennung der rechtlichen Elternschaft ist weiterhin diskriminierend gegenüber queeren Konstellationen
  • Auch erklären sich viele Mediziner*innen, Beratungsstellen und Samenbanken nicht bereit, nicht-heterosexuelle und cisgeschlechtliche Paare bei ihrem Kinderwunsch zu unterstützen
    • Für viele Personen, die sich für die Samenspende entscheiden, bleibt so nur entweder die private Samenspender-Suche oder der Weg ins Ausland, wo reproduktive Rechte oft schon viel zugänglicher sind
  • Kinder, die in Konstellationen geboren wurden, wo aufgrund der Rechtslage eine Person nicht als Elternteil anerkannt wurde, müssen die Stiefkindadoption als Weg wählen, welcher Kontrollen seitens des Jugendamtes und Gerichtsterminen verbunden ist
  • Leihmutterschaft ist nur im Ausland möglich und mit vielen rechtlichen Hürden, vor allem aber auch Risiken für die Leihmutter, verbunden

Text: Toni Ludwig

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