Es gibt viele Gründe, warum STI (sexuell übertragbare Infektionen) in lesbischen Kontexten keine oder eine sehr untergeordnete Rolle spielen. Leider haben sie nichts mit der Realität zu tun, sondern mit Vorurteilen gegenüber lesbischem Sex.

Es gibt die Annahme, dass lesbischer Sex immer nur mit Vulven zu tun hat. Aber auch Trans*, Inter und Nicht-Binäre Personen haben lesbischen Sex, und somit möglicherweise andere Genitalien als Vulven.
Oft gelten lesbische, bisexuelle und queere FLTIN* (Frauen, Lesben, Trans*, Inter und Nicht-Binäre Personen) als monogam und wenig promiskuitiv – somit als weniger risikobehaftet. Das ist natürlich Quatsch – so vielfältig, wie alle anderen Personengruppen, liebt, vögelt und lebt auch die lesbische Community. Also sind sexuell übertragbare Krankheiten auch hier ein Thema!

Eine zusätzliche Stigmatisierung entsteht dadurch, dass bei den allermeisten Aufklärungsheftchen über Safer Sex und STIs lesbischer Sex und gängige Praktiken gar nicht mitbenannt werden.
Hiermit muss Schluss sein. Von Anfang an berücksichtigt MOSAIK Gesundheit das Thema STI in Veranstaltungen und Infomaterialien. Ab Herbst wird es ein Safer-Sex-Kit geben, inklusive Infoflyer mit hilfreichen Tipps zur Anwendung der Utensilien.

Doch welches sind eigentlich die häufigsten STI und auf welchen Wegen können sie übertragen werden?

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